Mein Workflow für die Bildbearbeitung: DxO Photolab 9 – Adobe Lightroom – Photoshop

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Einführung

Mir ist bewusst, dass man die Bildbearbeitung auch mit nur einer der genannten Anwendungen bewältigen kann.

Für mein Verfahren nutze ich im Wesentlichen drei Programme: DxO PHOTOLAB 9, ADOBE LIGHTROOM und PHOTOSHOP – nicht, weil ich unbedingt drei verschiedene Programme verwenden möchte und schon gar nicht, weil jedes Bild durch sämtliche Möglichkeiten dieser Apps getrieben werden muss. Mein Workflow ist über die Jahre so gewachsen, weil jede einzelne dieser Anwendungen heute Möglichkeiten bietet, die es vor Jahren in dieser Form noch nicht gab.

Meine Vorgehensweise ist eigentlich ziemlich einfach. Jedes der drei Programme hat bei mir eine bestimmte Aufgabe. Und manchmal ist nach DxO und Lightroom bereits Schluss.

Nehmen wir als Beispiel eine Hochzeit, von der ich mit rund 500 Bildern nach Hause komme …

Erst einmal: Bilder sichern

Bevor überhaupt irgendetwas bearbeitet wird, überspiele ich sämtliche Bilder in ein eigenes Verzeichnis auf meiner Festplatte.

Die Speicherkarten aus den Kameras werden anschließend nicht gelöscht oder formatiert. Sie bleiben unangetastet, bis der Auftrag vollständig abgewickelt ist. Damit habe ich neben den Dateien auf dem Rechner zunächst eine weitere Kopie der Originalaufnahmen.

Erst danach beginnt die eigentliche Bildbearbeitung.

Erste Station: DxO PhotoLab 9

Meine RAW-Dateien öffne ich zunächst in DxO PhotoLab 9.

Mein Hauptgrund für DxO heißt DeepPRIME XD3.

DeepPRIME XD3 arbeitet nicht einfach wie ein klassischer Rauschfilter. Die RAW-Daten werden mithilfe von KI verarbeitet, wobei unter anderem Bildrauschen reduziert und Details rekonstruiert werden. Zusammen mit den Objektivkorrekturen von DxO entsteht für mich damit eine sehr gute Ausgangsbasis für die weitere Bearbeitung. Mein Ziel war es, die Bearbeitung so weit wie möglich zu automatisieren und Zeit in Lightroom zu sparen.

Ich lade meine Bilder also in PhotoLab, nehme gegebenenfalls noch ein paar grundlegende Anpassungen vor und exportiere sie anschließend, wobei DeepPRIME XD3 auf die Bilder angewendet wird.

Bei 500 Bildern mit jeweils 45 Megapixeln braucht das etwas Zeit – ein oder zwei Stunden kann das schon dauern. Dafür bekomme ich anschließend sehr sauber entrauschte Bilder, die gleichzeitig schon ein gutes Stück „aufpoliert“ wirken.

Auch Lightroom bietet mittlerweile eine KI-basierte Entrauschung. Die früheren Möglichkeiten zur Rauschreduzierung in Lightroom haben mich persönlich nie besonders überzeugt. Mit diesen früheren Möglichkeiten ist die heutige KI-basierte Entrauschung natürlich nicht mehr vergleichbar. Da ich mit DeepPRIME XD3 sehr zufrieden bin, habe ich schlicht keinen Grund, meinen Workflow deshalb wieder umzustellen.

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Zweite Station: Lightroom

Nach dem Export aus DxO importiere ich die Bilder in Adobe Lightroom. Hier findet bei mir die eigentliche Feinbearbeitung statt.

Ich schneide Bilder zu, passe Helligkeit und Kontrast an, helle einzelne Bereiche auf oder dunkle sie ab und kümmere mich um alles, was ich unter der normalen Entwicklung eines Bildes verstehe.

Und wenn irgendwo im Hintergrund der berühmte Mülleimer steht, den bei der Aufnahme natürlich wieder niemand (mich eingeschlossen) gesehen hat, entferne ich ihn mit der generativen KI.

Wie weit die Bearbeitung anschließend noch geht, hängt stark vom jeweiligen Bild ab.

Bei einer Hochzeitsreportage unterscheide ich beispielsweise zwischen zwei Arten von Aufnahmen: den Bildern, die den Tag dokumentieren, und den eigentlichen Brautpaar-Portraits.

Bei den dokumentarischen Bildern ist nach Lightroom normalerweise Schluss – Export – fertig.

Dritte Station: Photoshop – für weitergehende Bearbeitung

Bei ausgewählten Bildern – beispielsweise den Brautpaar-Portraits – kommt bei mir in der Regel noch Photoshop zum Einsatz.

Dabei geht es gar nicht um spektakuläre Manipulationen. Manchmal fehlt einem Bild für meinen Geschmack einfach noch ein kleines bisschen „Pfiff“.

Mit Tonwert- oder Belichtungsanpassungen gebe ich ausgewählten Aufnahmen gelegentlich noch etwas mehr Helligkeit und Brillanz. Schwer zu beschreiben – für mich wirken manche Bilder dadurch noch etwas hochwertiger, beinahe hochglänzend.

Photoshop nutze ich außerdem für Bilder, die ein Wasserzeichen bekommen sollen. Kundenbilder erhalten selbstverständlich keines. Für Bilder, die beispielsweise auf meiner Fotografen-Website veröffentlicht werden, habe ich mein Wasserzeichen als eigenen Pinsel angelegt. Dadurch kann ich Position und Größe schnell an das jeweilige Bild anpassen.

Export und Ausgabegröße

Beim Export aus Lightroom verkleinere ich die Bilder bereits auf die gewünschte Ausgabegröße.

Je nach Verwendungszweck liefere ich die Bilder mit 3840 oder 4096Pixeln an der langen Seite an den Kunden aus. Bei Bedarf lasse ich Lightroom die Bilder während des Exports noch leicht nachschärfen.

Fazit

Mein Workflow ist nach und nach so entstanden. Es kamen neue Anwendungen und Möglichkeiten hinzu, die es früher nicht gab oder von denen ich keine Kenntnis hatte. Ich erhebe auch nicht den Anspruch, jedes Bildbearbeitungsprogramm auf der Welt zu kennen – dieser Beitrag soll nur veranschaulichen, wie ich den Ablauf für mich geregelt habe.

Manche werden sagen, dass eine solche Kombination von Bildbearbeitungs-Software doch gar nicht erforderlich ist – und sie haben recht.

Warum gehe ich dann so vor? Wie gesagt, das ist über die Jahre so gewachsen. Und wer gerade auf der Suche nach einer guten Bildbearbeitungs-Software ist, soll sich unbedingt Photolab 9 von DxO anschauen – diese bietet nämlich viel weitergehende Möglichkeiten zur Bildbearbeitung, als ich sie für meinen Workflow nutze, beispielsweise KI-gestützte Objekterkennung, Bereichsreparaturen und einiges mehr.

Außerdem finde ich hochinteressant, dass DxO kein Abo-Modell anbietet, sondern die Software mit einmaligem Lizenzkauf erworben werden kann. Des Weiteren bietet DxO an, die Anwendung für 30 Tage in der Vollversion kostenlos zu testen. Und wenn man sich zum Kauf entschließt, zahlt man zum jetzigen Zeitpunkt rund 240 Euro für Photolab 9 – ein absolut fairer Preis, wenn man bedenkt, was die Software leistet.

Warum mache ich dann noch mit Lightroom und Photoshop rum? Ganz einfach: Faulheit – ich habe derzeit keine Lust, mich tief in PhotoLab einzuarbeiten, während ich mich in Lightroom bereits blind zurechtfinde.

Aber vielleicht eines Tages …

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