Muss es immer Vollformat sein?

Bei der Frage, ob Vollformat oder APS-C, gibt es kein Richtig oder Falsch – der Einsatzzweck bestimmt…
Muss es wirklich Vollformat sein?
Vollformat hat in der Fotografie einen hervorragenden Ruf. Größerer Sensor, gutes Rauschverhalten, mehr Möglichkeiten bei geringer Schärfentiefe – alles richtig. Nur wird daraus manchmal fast automatisch die Gleichung: Wer es ernst meint, braucht Vollformat. Ich habe neben meinen Vollformatkameras auch eine APS-C-Kamera und die erfüllt einen ganz bestimmten Zweck.
Was möchte ich mit der Kamera machen?
Denn die entscheidende Frage lautet nicht: Welcher Sensor ist größer? Sondern: Was möchte ich mit der Kamera machen? Ein kleinerer APS-C-Sensor bringt einen Cropfaktor mit sich und Vollformat hat insbesondere bei wenig Licht und beim Freistellen physikalische Vorteile. Gleichzeitig können APS-C-Systeme kleiner und leichter ausfallen. Und plötzlich wird aus einer technischen Diskussion eine praktische. Wenn ich eine etwas kleinere Kamera deswegen häufiger mitnehme, kann APS-C für genau diesen Zweck die bessere Lösung sein – obwohl daneben technisch leistungsfähigere Vollformatkameras stehen.
Fazit
Vollformat und APS-C müssen keine Gegner sein. Sie können unterschiedliche Werkzeuge sein. Vielleicht ist deshalb nicht die Frage „Was ist besser?“ interessant, sondern welche Kamera passt zu dem, was und wie ich heute fotografieren möchte? In meinem Beitrag über die Fujifilm X-T50 kannst du nachlesen, warum ich mir eine kleine APS-C Kamera gekauft habe.
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