Helgoland im November

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Auf nach Helgoland

Im November mit der MS Helgoland auf die Insel überzusetzen ist eine entspannte Angelegenheit, da die verfügbaren Plätze auf dem Schiff nur teilweise belegt sind. Auch die Besatzung ist entspannt und locker und so besteht eine angenehme Atmosphäre. Um diese Jahreszeit muss man natürlich mit etwas rauerem Seegang rechnen.

Nach etwa 2,5 Stunden erreichten wir die Insel und bezogen unsere Ferienwohnung im Unterland – diese hatte einen Balkon mit Blick aufs Meer und so konnten wir von dort Möwen und andere Vögel im Flug fotografieren.

Die Hauptinsel

Es ist in jedem Fall ein interessantes Erlebnis, auf Helgoland zu sein. Die Hauptinsel ist gerade einmal etwa einen Quadratkilometer groß und man befindet sich auf einmal in einem überschaubaren Mikrokosmos, in dem praktisch alles zu Fuß erreichbar ist.  

Fotografisch bietet die Insel eine Mischung aus Landschaftsfotografie, ein wenig Architektur mit den bunten Helgoländer Hummerbuden und vor allem der Tierwelt. Möwen und andere Seevögel begegnen einem praktisch überall und natürlich gehören auch die Kegelrobben auf der Düne zu den Motiven, für die Helgoland bekannt ist.

Besonders interessant ist für Fotografen auch das Frühjahr und der Frühsommer, wenn am Lummenfelsen unter anderem Basstölpel und Trottellummen brüten und im Juni der bekannte Lummensprung stattfindet.

Auf der Düne bei den Kegelrobben

Um zur Düne zu gelangen, setzt man mit der kleinen Dünenfähre „Witte Kliff“ über, was bei entsprechendem Seegang durchaus zu einem kleinen Abenteuer werden kann. Dort angekommen, geht es noch ein Stück zu Fuß weiter, bis man die Strände erreicht, an denen sich Kegelrobben und Seehunde aufhalten.

Da zu den Tieren ein Mindestabstand von 30 Metern eingehalten werden muss, sollte man zum Fotografieren unbedingt ein weiterreichendes Teleobjektiv mitnehmen. Hat man dieses dabei, kann man sich einfach in den Sand setzen, die Tiere in aller Ruhe beobachten und fotografieren. Für mich war das sicherlich eines der fotografischen Highlights auf Helgoland.

Fazit

Die Reise nach Helgoland war ein Erlebnis. Auf einmal in dieser kleinen begrenzten und überschaubaren Welt zu sein, war total entspannend. Und im November ist der Betrieb durch Touristen sehr reduziert, was natürlich angenehmer ist, als wenn gerade hunderterweise Tagestouristen von einem Kreuzfahrtschiff auf die Insel gebracht werden.

Das Wetter war durchwachsen – wie im November zu erwarten war. Allerdings hatten wir auch sonnige Stunden auf der Insel. Und fotografisch findet man auf Helgoland auf jeden Fall auch sein Motiv.

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